Medizinische Dienste (MED)

Grippeschutzimpfung 2020/2021

die Nachfrage nach Grippe-Impfterminen war deutlich höher als in den Vorjahren. Eine Erhöhung unseres Kontingents an Grippeimpfstoffen um 60% ist bereits vergeben. Falls nochmal Impfstoffe verfügbar werden, informieren wir Sie.
_Blank

English version below

 

Was ist die Grippe?

Die echte Grippe, auch Influenza genannt, ist eine ernsthafte, hochansteckende Erkrankung der Lunge und der oberen Atemwege. Ausgelöst wird sie durch Influenzaviren.

„Banale“ Erkältungen oder „grippale Infekte“ werden dagegen von anderen Erregern verursacht. In Deutschland kommt es in den Wintermonaten, besonders nach dem Jahreswechsel häufig zu Grippewellen mit unterschiedlicher Ausbreitung und Schwere. Influenzaviren verändern sich ständig und bilden häufig neue Varianten. Deshalb kann man im Laufe seines Lebens mehrmals an einer Grippe erkranken. Aufgrund der Veränderungen der Viren wird der Influenza-Impfstoff nahezu jedes Jahr neu angepasst.

Wie wird die Grippe übertragen?

Infizierte Personen können das Virus durch Husten oder Niesen über die Luft durch virushaltige Tröpfchen übertragen (Tröpfcheninfektion). In der Regel sind infizierte Personen 1-2 Tage vor und bis zu 5 Tage nach Symptombeginn ansteckend. Die Vieren können aber auch über verunreinigte Oberflächen und Gegenstände übertragen werden.  Durch die Berührung einer verunreinigten Oberfläche mit den Händen und anschließender Berührung des Mundes, der Augen oder der Nase kann eine Infektion stattfinden (Schmierinfektion). 

Was sind die Symptome?

Typisch ist ein plötzlich einsetzendes Krankheitsgefühl mit Fieber, Halsschmerzen und trockenem Husten, begleitet von Kopf- und Gliederschmerzen. Nach 5 bis 7 Tagen bilden sich die Beschwerden bei einem unkomplizierten Verlauf zurück, wobei der Husten deutlich länger anhalten kann. Die Beschwerden können allerdings besonders bei älteren Menschen weniger stark ausgeprägt sein und einer Erkältung ähneln.

Die Infektion kann leicht, sogar ohne Beschwerden, verlaufen. Hier besteht die Gefahr der weiteren Verbreitung der Grippe durch die unbewusst erkrankte Person. Es treten aber auch schwere Krankheitsverläufe auf, auch bei jungen Menschen, wobei pulmonale Komplikationen (besonders Lungenentzündung) im Vordergrund stehen. Im schlimmsten Fall kann Influenza tödlich verlaufen.

Bei „gewöhnlichen“ Grippewellen ist in Deutschland mit etwa 5.000 bis 8.000 Todesfällen zu rechnen; bei heftigen Verläufen kann die Zahl um ein Mehrfaches steigen. Nach einer konservativen Schätzung des Robert-Koch Institutes kam es während der schweren Influenza-Saison 2017/18 in Deutschland zu 25.100 Influenza-bedingten Todesfällen.

Wer ist besonders gefährdet?

Menschen mit chronischen Grundkrankheiten wie Herz-Kreislauferkrankungen, Schwangere und Senioren haben ein erhöhtes Risiko für Komplikationen und schwere Krankheitsverläufe, wobei die Lungenentzündung die häufigste Komplikation ist.

 Wie kann ich mich schützen?

Die Impfung bietet den besten Schutz gegen Grippe. Da sich die Varianten des Grippevirus von Grippesaison zu Saison verändern und der Immunschutz der Grippeimpfung mit der Zeit nachlässt, sollte die Grippeschutzimpfung jedes Jahr mit dem aktuellen Impfstoff durchgeführt werden, am besten in den Monaten Oktober und November. Es dauert circa zwei Wochen bis das Immunsystem durch die Impfung einen Schutz gegen die Grippe aufgebaut hat.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Impfung für Menschen, die besonders gefährdet sind, schwer zu erkranken oder selber Kontakt mit gefährdeten Menschen haben:

  • Menschen, die 60 Jahre und älter sind
  • Schwangeren ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel; bei chronischen Grunderkrankungen schon ab dem ersten Schwangerschaftsdrittel
  • für Personen mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge eines Grundleidens (wie z.B. chronische Krankheiten der Atmungsorgane, Herz- oder Kreislaufkrankheiten, Leber- oder Nierenkrankheiten, Diabetes oder andere Stoffwechselkrankheiten, chronische neurologische Grundkrankheiten wie z.B. Multiple Sklerose mit durch Infektionen getriggerten Schüben, angeborene oder erworbene Immundefizienz oder HIV)
  • Personen, die als mögliche Infektionsquelle im selben Haushalt lebende oder von ihnen betreute Risikopersonen gefährden können
  • Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie Bewohnern von Alten- oder Pflegeheimen
  • Personen mit erhöhter Gefährdung (z.B. medizinisches Personal)
  • Personen in Einrichtungen mit umfangreichem Publikumsverkehr
  • Personen, die als mögliche Infektionsquelle für von ihnen betreute Risikopersonen fungieren können.

Darüber hinaus gibt es für diese Impfung eine öffentliche allgemeine Empfehlung, ohne Einschränkung auf bestimmte Personengruppen für das Land Baden-Württemberg.

Welche Impfreaktionen und Nebenwirkungen sind möglich?

Die Grippeimpfung ist in der Regel gut verträglich. In Folge der natürlichen Auseinander­setzung des Organismus mit dem Impfstoff kann es nach der Impfung zu einer Rötung oder Schwellung an der Einstichstelle kommen, die auch schmerzen kann. Ebenso können in den ersten drei Tagen nach der Impfung Allgemeinsymptome wie beispielsweise Frösteln, Müdigkeit, Übelkeit oder Muskelschmerzen auftreten. Solche Impfreaktionen klingen in der Regel nach ein bis zwei Tagen wieder ab.

Schwere Nebenwirkungen sind sehr selten. Bei weniger als einem von 10.000 Geimpften wurden allergische Reaktionen an der Haut und in den Bronchien beobachtet. Ebenfalls sehr selten können sich kleine Blutgefäße entzünden oder die Zahl der Blutplättchen (verantwortlich für die Blutgerinnung) kann sich vorübergehend verringern.

 Wer darf nicht gegen Influenza geimpft werden?

Wer an einer fieberhaften Erkrankung (≥38,5°C) oder schwereren akuten Infektion leidet, sollte zu diesem Zeit­punkt nicht geimpft werden. Die Impfung sollte aber so bald wie möglich nach­ge­holt werden.

Bei einer schweren Allergie gegen Hühnereiweiß oder gegen einen anderen Bestandteil des Impfstoffs sollte die Möglichkeit einer Impfung gegen Influenza mit der behandelnden Ärztin bzw. dem behandelnden Arzt besprochen werden

Sind Interaktionen einer Grippeimpfung mit und COVID-19 möglich?

Es gibt bisher keine Hinweise, dass das Immunsystem nach einer Impfung (z.B. gegen Grippe) in seiner Abwehr gegen das neuartige Coronavirus (SARS-CoV-2) negativ beeinflusst wird. Im Gegenteil ist es als positiv zu sehen, dass Impfungen vor Infektionen schützen, die auch und ganz besonders in der Pandemiezeit eine zusätzliche Gefährdung sein können.

 Impfstoffstammzusammensetzung 2020/2021

Der Influenzaimpfstoff für die Saison 2020/2021 setzt sich gemäß den Empfehlungen der WHO und des Ausschusses für Humanarzneimittel (CHMP) bei der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) aus den Antigenen weltweit zirkulierender Varianten zusammen.

Bei der Impfaktion am KIT wird ein Hühnereikulturen-basierter vierfach-Impfstoff verwendet.

Die Stammzusammensetzung weicht von der der Saison 2019/2020 ab.

 

Weitere Informationen erhalten Sie auf den Internetseiten des Robert-Koch-Institutes und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung:

http://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/Impfen/Influenza/faq_ges.html

https://www.infektionsschutz.de/erregersteckbriefe/grippe-influenza.html

https://www.impfen-info.de/impfempfehlungen/fuer-erwachsene/grippe-influenza.html

 

Wer kann an der Impfkampagne 2020/2021 von KIT-MED teilnehmen?

Mitarbeiter des KIT Campus Nord und Campus Süd

Mitarbeiter sämtlicher KTE-Bereiche und von FIZ

Die Impfung kann wahlweise am Campus Nord oder Campus Süd wahrgenommen werden

Eine vorherige Terminvereinbarung (Tel. 22813, von 08:00 - 16:30 Uhr)
ist für die KIT-Impftermine erforderlich.

Die bekannt gegebenen Impftermine sind aktuell alle ausgebucht.

Die Nachfrage nach Grippe-Impfterminen war überwältigend und deutlich höher als in den Vorjahren. Wir konnten unser übliches Kontingent an Grippeimpfstoffen bei unserem Lieferanten kurzfristig um 60% erhöhen, doch auch diese zusätzlichen Impfungen sind bereits vergeben.

Warum ist in diesem Jahr eine Terminvergabe für die Grippeimpfung notwendig?

Aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie möchten wir im Rahmen des Hygieneplans Wartezeiten und Warteschlangen, wie sie bei Stoßzeiten ansonsten aufkommen können, vermeiden. Daher erfolgt die Terminvergabe in kleinen Gruppen in fest eingeteilten Zeitblöcken.

Bitte drucken Sie vorab den Einwilligungsbogen aus und bringen Sie ihn zum Impftermin ausgefüllt und unterschrieben zum Impftermin mit, da aus Hygienegründen vor Ort keine Schreibgelegenheiten verfügbar sind.

Wir bitten zudem, dass Sie auch die entsprechende Datenschutzerklärung zur Kenntnis nehmen.

Sollten Sie dennoch Fragen bzw. Unklarheiten bezüglich der Impfung haben, kann dies selbstverständlich vor Ort noch mit dem medizinischen Personal besprochen werden.

Wer trägt die Kosten?

Die Impfstoffkosten werden dem KIT weitestgehend durch die Krankenkassen zurückerstattet.

Die restlichen Unkosten, die für die Impfung von KIT-Mitarbeitern anfallen, werden über das Budget der betrieblichen Gesundheitsförderung (Netzwerk Gesundheit) getragen.

 

English version

2020/21 Influenza Vaccination at KIT

 

What Is Influenza?

The real flu, also called influenza, is a severe, highly contagious disease of the lungs and upper respiratory passages. It is caused by influenza viruses.

Common colds or flu-like infections, by contrast, are caused by other pathogens. In Germany, influenza waves of variable extent and severity frequently occur during the winter months, in particular after the turn of the year. Influenza viruses modify continuously and often form new variants. For this reason, people may contract influenza several times during lifetime. Due to modifications of the viruses, the influenza vaccine is newly adapted nearly every year.

 

How Is Influenza Transmitted?

Infected persons may transmit the virus by coughing or sneezing via virus-containing droplets in the air (droplet infection). As a rule, infected persons are contagious 1 – 2 days before and up to 5 days after the development of symptoms. Viruses may also be transmitted via contaminated surfaces and objects. When a contaminated surface is touched with the hands that are then in contact with the mouth, eyes, or nose, an infection may result (smear infection).

 

What Are the Symptoms?

Typical symptoms are a sudden feeling of illness with fever, a sore throat, and dry cough, accompanied by an aching head or aching limbs. After 5 to 7 days, the symptoms will disappear in case of an uncomplicated course of the illness, whereas coughing may continue far longer.

Infection may be light and even without any symptoms. This results in the risk of further spreading of influenza by a person who is not aware of his/her illness. However, more severe courses of the disease may occur, also for young persons, with pulmonary complications (in particular pneumonia) occurring most often. In the worst case, influenza may be fatal.

In the case of “normal” influenza waves, about 5,000 to 8,000 deaths have to be expected in Germany. In case of more severe courses, this number may be several times higher. According to a conservative estimate of the Robert Koch Institute, 25,100 deaths due to influenza occurred during the severe influenza season of 2017/18 in Germany.

 

Who Has a High Risk of Contracting Influenza?

People with chronic primary diseases, such as cardiovascular diseases, pregnant women, and elderly people have a higher risk of complications and severe courses of the illness, with pneumonia being the most frequent complication.

 

How Can I Protect Myself?

Vaccination offers best protection against influenza. As the variants of the influenza virus modify from season to season and immunity resulting from influenza vaccination decreases with time, influenza vaccination with the current vaccine should be made every year, ideally in the months of October and November. It takes about two weeks for the immune system to be protected against influenza after vaccination.

The Standing Committee on Vaccination (STIKO) recommends vaccination for persons, who have a very high risk of severely falling ill or who are in contact with endangered persons:

  • People older than 60
  • Pregnant women as of the second third of their pregnancy; in case of chronic primary diseases, as of the first third of their pregnancy
  • Persons with an increased risk due to a primary disease (e.g. chronic diseases of respiratory organs, cardiac or circulation disorders, liver or kidney diseases, diabetes or other metabolic disorders, chronic neurological primary diseases, such as multiple sclerosis with attacks triggered by infections, congenital or acquired immunodeficiency or HIV)
  • Persons who may infect risk persons cared for or living in the same household
  • Staff and inhabitants of retirement or nursing homes
  • Persons having a higher risk (e.g. medical staff)
  • Persons working in institutions with a substantial amount of public traffic

In the state of Baden-Württemberg, influenza vaccination is recommended generally for all groups of persons.

 

Which Vaccination Reactions and Side Effects Are Possible?

As a rule, influenza vaccination is well tolerated. Natural response of the organism to the vaccine may result in reddening or swelling of the skin at the point of injection, which may also hurt. In addition, general symptoms may occur during the first three days after vaccination, such as shiver, fatigue, nausea, or aching muscles. As a rule, such vaccination reactions will decrease after one to two days.

Severe side effects are very rare. Less than one of ten thousand vaccinated persons shows allergic reactions of the skin and bronchia. Very rarely, small blood vessels may inflame or the number of thrombocytes (responsible for blood coagulation) may decrease temporarily.

 

Who Should Not Be Vaccinated against Influenza?

Vaccination is not recommended for persons suffering from febrile illness (≥ 38.5°C) or a severe acute infection. These persons should undergo vaccination later on.

In case of severe egg protein allergy or allergy against another constituent of the vaccine, vaccination against influenza should be discussed with the attending physician.

 

May an Influenza Vaccination Interact with Covid-19?

To date, there have not been any indications of an immune system fighting the novel corona virus (SARS-CoV-2) being affected negatively by a vaccination (e.g. against influenza). On the contrary, it is positive that vaccinations prevent infections that may be an additional risk, in particular during times of the pandemic.

 

Vaccine Strain Composition 2020/2021

According to the recommendations made by the WHO and the Committee for Medicinal Products for Human Use (CHMP) of the European Medicines Agency (EMA), the influenza vaccine for the season 2020/2021 is composed of antigens of variants circulating worldwide.

During the vaccination campaign at KIT, we will use quadrivalent vaccine based on chicken egg cultures.

Strain composition deviates from that used in the 2019/2020 season.

For more information, click the websites of the Robert Koch Institute and the Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (Federal Centre for Health Education):

https://www.rki.de/EN/Home/homepage_node.html

https://www.infektionsschutz.de/erregersteckbriefe/grippe-influenza.html

https://www.impfen-info.de/impfempfehlungen/fuer-erwachsene/grippe-influenza.html

 

Who Can Participate in the 2020/2021 Vaccination Campaign of KIT-MED?

KIT employees on Campus North and Campus South.

Employees of all areas of KTE and FIZ.

Staff can choose to undergo vaccination on either Campus North or Campus South.

Appointments for the KIT vaccination dates must be made in advance (phone 2 2813, 08:00 - 16:30).

The announced vaccination dates are currently all fully booked.

The demand for flu vaccinations was overwhelming and significantly higher than in previous years. We were able to increase our usual quota of influenza vaccines from our supplier by 60%, but these additional vaccinations have already been allocated.

 

Why Is It Necessary to Make an Appointment for Influenza Vaccination This Year?

In accordance with the hygiene plan during the current Corona pandemic, we would like to prevent waiting times and queues during peak times. For this reason, appointments will be arranged for small groups in defined time windows.

Please print out the consent form in advance, complete and sign it, and bring it along when you will come for your vaccination.

For hygiene reasons, no forms and pens will be made available by us.

Kindly note the privacy policy.

If you have questions relating to the vaccination, ask the staff of MED.

 

Who Bears the Costs?

The vaccination costs will be largely reimbursed to KIT by the health insurance companies.

The remaining costs of vaccination of KIT staff members will be funded from the in-house healthcare budget (health network).