Arbeitsplatzbegehungen

Nach dem Arbeitssicherheitsgesetz (ASiG) gehört die regelmäßige Begehung von Arbeitsstätten zu den Pflichten der Betriebsärzte und der Fachkräfte für Arbeitssicherheit.

Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit haben bei der Erfüllung ihrer Aufgaben zusammenzuarbeiten. Gemeinsame Begehungen erfolgen unter Einbeziehung von weiteren im Betrieb für Sicherheit, Gesundheits- und Umweltschutz zuständigen Personen (z.B. Personalrat, Sicherheitsbeauftragte, Schwerbehindertenvertreter).

Der Arbeitgeber muss den Betriebsarzt und die Sicherheitsfachkraft bei der Wahrnehmung von Begehungen in allen vorgesehenen Bereichen unterstützen (§ 2 Abs. 2 ASiG).

Um Arbeits- und Gesundheitsschutz kontinuierlich zu gewährleisten, sollen Betriebsbegehungen regelmäßig durchgeführt werden. Bei solchen Routinebegehungen handelt es sich i.a. um Begehungen eines größeren definierten Betriebsbereiches.
Gezielte Fragestellungen (z.B. neue Anlage, Ursachenforschung nach einem Arbeitsunfall, gesundheitliche Beschwerden am Arbeitsplatz) können auch eine anlassbezogene Begehung eines speziellen Arbeitsbereiches bzw. einzelnen Arbeitsplatzes erfordern.

Hilfreich ist es, wenn Mitarbeiter bei Begehungen miteinbezogen und sich dazu äußern können, welche Gefahren sie an ihrem Arbeitsplatz sehen, da sie ihren Arbeitsbereich am besten kennen.

Begehungen sollen den Akteuren im Arbeits- und Gesundheitsschutz Kenntnis über die verschiedenen Arbeitsplätze und deren Anforderungen verschaffen, mögliche Arbeitsschutzdefizite aufzeigen und so gezielte Beratung im Hinblick auf Maßnahmen zur Mängelbeseitigung und Optimierung der Arbeitsbedingungen ermöglichen.

Sollten Sie Bedarf für eine individuelle betriebssärztliche Begehung an Ihrem Arbeitsplatz sehen, können Sie sich zunächst für einen Beratungstermin an die Medizinischen Dienste wenden (über die Sekretariate von MED CN oder MED CS)